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 Pflanzenwelt - Getreide
 
 

Roggen

Eine Art der Gräser, die zu den wichtigen Getreiden gehört.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Weil Kain seinen Bruder Abel auf einem Roggenfeld erschlagen habe, keime die Roggensaat rot aus der Erde. (BÄCHTOLD-STÄUBLI, II, 913)

„Gegen die Vögel sichert man die Aussaat durch ein kleines Opfer. Beim Roggensäen wirft man drei Hände voll aus, sprechend; Die erste Hand für den Herrn (Gott), die zweite für mich, die dritte für die Vögel.” (TÖPPEN S. 93, n. FRISCHBIER, 135)

Aus Brill bei Aurich stammt die Überlieferung: „Wenn der Roggen eingebracht ist, ziehen die Störche fort, und zwar sagte man, daß sie dann alle auf dem Blocksberg zusammenkommen und da einen todt beißen. Es sollen eigentlich verwiesene Menschen sein, setzte der Erzähler hinzu, und daß sie einen todt beißen, geschähe wie bei den Freimaurern, wo auch alle Jahre einer dran müße.” (KUHN u. SCHWARTZ, A. 116)

„So viele Körner im Herbst im Becherpilz (Pepiza) liegen, so viel Taler oder Groschen wird der Roggen von demselben Felde kosten, meint man im Vogtlande und in Thüringen; so auszulegen: ob der Roggen reichlich anfällt und billig wird oder umgekehrt. Gleiches gilt von den Körnern der Kornblume.” (SCHRÖDTER, 132)

Die Anwesenheit von Kornblumen im Roggenfeld soll den Ertrag des Getreides fördern. (SCHRÖDTER, 226)

 

„Kalter Februar — gutes Roggenjahr.”

„Wenn’s donnert in den März hinein,
wird der Roggen gut gedeih’n.”