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 Pflanzenwelt
 
 

Anis

Pimpinella anisum

Ein zu den Doldengewächsen gehörendes, wärmeliebendes und bis zu 60 cm hoch werdendes Kraut mit weißen Blüten.

Das in der Weihnachtsbäckerei unverzichtbare Gewürz war bereits den Römern bekannt. Man verwendet als Gewürz die ganzen oder gemahlenen, süßlich-lakritzähnlich schmeckenden Samen.

Gesammelt werden von August bis September die Früchte, woraus man Aufguß, Elixier, Essenz, Öl, Sirup und Tinktur bereitet. Diese Verordnungen gelten als appetitanregend und verdauungsfördernd sowie bei Husten schleimlösend.
Zudem soll Anisöl krampflösend und beruhigend wirken und Monatsbeschwerden dämpfen.

In der Antike wurde Anis als Medizin für Herz und Magen geschätzt, was von der neuzeitlichen Pharmakologie teilweise bestätigt werden konnte.

Einen Tee bereitet man aus einem gehäuften Teelöffel zerstoßener Anisfrüchte je Viertelliter Wasser. Nach zehn Minuten wird abgeseiht und das Getränk bei Blähungen und Magenkrämpfen, Kopfweh, zur Stärkung des Herzens und der Abwehrkraft und, gesüßt mit Honig, gegen Erkältungen der Atemwege und Bronchien genossen.