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Arnica
Wohlverlei, Arnika. Auch Bluttrieb, Fallkraut, Johannisblume, Wulferlei. Ein Korblütler des Gebirges und der nordwestgermanenn Heideflächen. Der Name Wolferlei stammt von altdt. Wolfeszeisel Wolfsschwanz her.
Die getrockneten Blüten (Flores Arnicae) sind in der Volksmedizin von Bedeutung und wirken anregend auf das Nerven und Gefäßsystem. Will das Vieh nicht fressen, soll ein Pulver von der Pflanze den Appetit anregen.
Von der Wurzel ein oder zwei Quintlin (4 bis 7,5 gr) in Wein getrunken, hilft denen, welche das Gift Opium eingenommen haben (LOSCH, 166)
Bäder und Umschläge mit Arnika-Extrakt sind günstig bei Rheuma und Gliederschmerzen.
Zwei bis drei Löffel Arnikawasser, vor der Predigt zum Gurgeln genommen, empfahl Pfarrer Sebastian Kneipp (1811 bis 1897) Rednern zur Kräftigung der Stimme.
Zum Johannistag (24. Juni) gesammelter Wolferlei soll, im Hause aufgehängt, das Gebäude vor Blitzschlag schützen.
Arnika soll eine so starke Leuchtkraft haben, daß er sich selbst bei eigenem Lichte in der Dunkelheit photographieren lasse. M. BURKHARDT (1941) beobachtete diesen Umstand auch bei Salbei, Rosmarin, Farnkraut und Kastanien und schloß daraus, daß alle diese Pflanzen zu den radioaktiven gehören. (SCHRÖDTER, 123)
Die wilden Leute im Böhmerwalde lieben die Arnika. (Deutscher Volksglaube des Spätmittelalters, Stuttgart, 1942, S. 72, n. SCHRÖDTER, 211)