Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Pflanzenwelt
 
 

Berufkraut

Erigeron, Asteraceae (Korbblütler)

Der Name dieser zweijährigen bis ausdauernden Halbrosettenpflanzen bezieht sich auf die Vorstellung, die Pflanzen würden gegen das „Berufen” durch Hexen und Zauberer schützen. (DÜLL u. KUTZELNIGG, 176)

Eine einheimische Art ist das von Juni bis September blühende Scharfe oder Rauhe Berufkraut, das sich auf mageren Stellen wohlfühlt.

In der „Chemnitzer Rockenphilosophie” steht zu lesen: „man koche frauenflachs, szysche oder rufkraut, bade den kranken damit und setze das bad unters bett. ist er beschrien, so laufts zusammen, sonst nicht.” (GRIMM, A. 4)

 

Berufkraut oder Beschreikraut nennt man auch das Christophskraut, Actaea spicata, L., Berufkraut auch den Wundklee Anthyllis vulneraria L.

 

Im 17. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschlepptes Kraut ist:

 

Kanadisches Berufkraut

Erigeron canadensis

Von Juli bis Oktober werden Kraut und frische Pflanze gesammelt und daraus Fluidextrakt, Öl, Saft oder Tinktur bereitet. Diese Verordnungen werden kräuterheilkundlich zur Blutstillung eingesetzt (SCHINDLMAYR, 348).
Als Tee gibt man ihn auch bei Durchfall. (DÜLL u. KUTZELNIGG, 176)