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| Pflanzenwelt | |
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wer erbsen und bohnen ißt, darf selbe woche keine säen, sonst mißraten sie. (GRIMM, A. 796)
Wer während der Zwölfen (25. Dezember bis 6. Januar) Erbsen und Bohnen ißt, der soll sich dadurch. Geschwüre zuziehen (FRISCHBIER, 61) In der Chemnitzer Rockenphilosophie riet man in dieser Zeit allgemein vom Verzehr der Hülsenfrüchte ab und empfahl in den den zwölf nächten erbsen, linsen, bohnen nicht zu essen, sonst bekommt man die krätze. (GRIMM, A. 56)
Gegen Sommersprossen soll man eine Handvoll getrockneter Bohnenin eine Flasche Rotwein geben und neun Tage an einem warmen Ort aufbewahren. Von der Flüssigkeit soll dann neun Tage lang etwas in das Waschwasser gegeben werden. (ATKINSON-SCARTER, 230)
Pythagoreische Mystiker lehnten den Verzehr von Bohnen mit dem Hinweis auf Orpheus ab, welcher gesagt habe, das Essen von Bohnen sei gleichbedeutend dem Verzehr der Köpfe der Eltern. Die Bohne war Station der Seelenwanderung damit ein Tabu. (RANKE-GRAVES, 78)
Die Platoniker entschuldigten ihre Enthaltsamkeit, was Bohnen betrifft, mit der rationalistischen Begründung, daß sie Blähungen verursachten; aber dies läuft ungefähr auf das gleiche hinaus: Leben bedeutet Atmen, und wenn man nach der Mahlzeit Winde ließ, so war es ein Beweis dafür, daß man eine lebendige Seele verzehrt hatte. (ebd., 79)
Bohnen soll man bei abnehmenden Mond säen. Sät man sie bei zunehmenden Mond, so blühen sie zu lange. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 137)
Allgemein wird empfohlen die Bohnen nur früh am Morgen zu ernten, weil dann das Aroma besser sei.
Christlicher Schutzpatron der Bohnen ist der Heilige Sixtus II.
Gegen Warzen soll ein Bestreichen mit der inneren Haut der Bohnenhülse helfen. (SCHRÖDTER, 272)
Phaseolus vulgaris
Gesammelt werden in August und September Bohnenschalen und frisches Kraut, die zu Abkochung, Essenz und Kaltauszug verarbeitet werden. Solche Verordnungen empfiehlt die Kräutermedizin gegen Gicht und Rheuma, Leiden an Galle, Blase und Niere sowie bei Ischias.
Von windenden Pflanzen wie der Bohne heißt es: Alle ,lunaren’ (mondbeeinflußten) Pflanzen, wozu z. B. die Nachtschattengewächse und die Bohnen gehören, spinnen links herum, die ,solaren’ (sonnebeeinflußten), wie z. B. der Hopfen, dagegen rechtsherum. (SCHRÖDTER, 201)