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Urtica dioeca L.
Urticaceae (Brennesselgewächse)
Deutsche Namen auch Donnernessel, Echte Brennessel, Hanfnessel, Nettel, Senznessel, Senznettel (LOSCH, 32).
Gesammelt werden von April bis Oktober Blätter, Kraut, Wurzel und Samen, woraus man Aufguß, Essenz, Fluidextrakt, Saft und Tinktur bereitet.
Zur Gewinnung des Saftes wird das frische Kraut grob gehackt oder gerupft, einige Minuten in kaltem Wasser eingeweicht und das ganze durch ein Tuch gepresst.
Solche Verordnungen gelten kräuterheilkundlich als sekretionsfördernd, blutbildend und blutstillend. Ein aus der Brennessel gewonnener Saft soll den Müden aufmuntern und allgemein die Ausscheidung fördern, besonders Niere, Blase und Leber stärken.
Die brennenden Blätter sollen gegen Rheuma helfen.
Die Wurzel der Brennessel, in Wein oder Honig gekocht, ist nach alten Kräuterbüchern ein gutes Mittel bei kaltem Husten und Keuchen (LOSCH, 32).
Die jungen, noch nicht brennenden Blätter ergeben einen wohlschmeckenden Salat.
![]() Aufn. Zompro, Juni 2003 |
Ganz ähnlich, aber seltener, ist die Kleine Brennessel, Urtica urens L.
Folgende Probe sei nach Gérard Encaussee, genannt Papus (1865 bis 1916) unbedingt zuverlässig: Nehmet eine Brennessel und werft sie in den noch brühwarmen und unabgestandenen Morgenurin des Kranken und belaßt sie 24 Stunden darin. Ist sie danach verdorrt, so ist’s Todesstigma, aber wenn sie grün geblieben ist, Zeichen des Lebens. (Traité méthodique de Magie pratique, Paris, 1937, S. 462, n. SCHRÖDTER, 61)