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 Pflanzenwelt
 
 

Brombeere

Rubus fructiosus L.
Rosaceae (Rosengewächse)

Brombeeren am Strauch. Sept. 2005.
Brombeeren am Strauch. Sept. 2005
 
 
Deutsche Namen auch Bramen, Bramel, Brambeere, Brämen, Brämel, Brombesing, Brommedorn, Brommelbeere, Bromern, Brummern, Brummenbeere, Braunbeere, Frommbeere, Hirschbollen, Kratzbeere, Kratzelbeere, Moren, Nurr, Rahmbeere, Swertje, Swartjebeere (LOSCH, 55f.).

Im botanischen Sinne ist Brombeere eine Sammelart, die mehr als 200 Kleinarten zusammenfaßt, welche nur von spezialisierten Batologen (gr. batos, „Brombeere”) auseinanderzuhalten sind.

Aus den von Juni bis September erscheinenden weißen Blüten entwickeln sich erst rote, zur Ausreife ab Ende August schwarze Früchte. Duese sind zahlreiche Steinfrüchtchen, die zu einer Sammelfrucht verwachsen sind, der bekannten und wohlschmeckenden Brombeere.

Zu medizinischen Zwecken wird von Mai bis August das früher als Herba Rubi fruticosi offizinelle Kraut gesammelt, bevorzugt die jungen, noch zarten Blätter, woraus man einen Tee bereitet, welcher kräuterheilkundlich als stopfendes und blutreinigendes Mittel verwendet wird, als Mund- und Gurgelwasser. Er ist zusammenziehend und wurde gegen rote Ruhr und Durchfall verwendet. Auch in Wein gesottene Blätter sollen ein gutes Mund- und Gurgelwasser ergeben (LOSCH, 56).

Nach Bartholomäi (24. August) wurden in der Gegend von Trochwitz bei Torgau keine Brombeeren mehr gegessen. Man sagte, Barthel habe sie voll gemacht und meinte damit die weißblaue Färbung derselben. (KUHN u. SCHWARTZ, A. 113)

Die Brombeere soll heilige Pflanze der keltischen Sidhe sein. (FRANKLIN, 376)

Das stachelige Gestrüpp der Brombeere eignet sich hervorragend als natürlicher Zaun, den so rasch kein Ungebetener durchschreitet.