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 Pflanzenwelt
 
 

Drachenbaum

Dracaena, Agavaceae - Agavengewächse
auch Drachenblutbaum, Drachenlilie, Drachenpalme

Eine in den wärmeren Gebieten der alten Welt heimische Gattung von Sträuchern und Bäumen. Typisch für alle Arten sind die schmal-lanzettlichen Blätter, die rosettenartig einem gegliederten Stamm entspringen. Dadurch erinnert ihr Aussehen an eine Palme, weshalb man die Drachenbäume auch Drachenpalmen nennt, wenngleich Palmen botanisch etwas Anderes sind.
Einzelne Stammstücke haben ein hohes Regenerationsvermögen, in Wasser gestellt treiben sie rasch neue Blätter und Wurzeln und sind beliebte Zimmerpflanzen.

Aus manchen Arten, besonders dem kanarischen Dracaena draco wird ein geschmackloses, dunkelrotes Harz gewonnen, das sogenannte Drachenblut (Sanguis dragonis), welches in Weingeist oder Äther gelöst als Zusatz zu Pflastern oder zum Färben von Lacken und Polituren verwendet wird. Nach diesem Drachenblut sollen die Arten der Gattung Dracaena ihren furchteinflößenden Namen tragen.

Eine kleine Art der Gattung, Dracaena sanderiana, erfreut sich als „Glücksbambus” einiger Beliebtheit. Im östlichen Asien werden diese Pflanzen seit Alters her gern verschenkt und sollen ihrem Besitzer Gutes tun, eben Glück bringen. Der etwas irreführende Name liegt in der Ähnlichkeit mit dem Bambus begründet, der zwar baumartige Größe erreichen kann, aber zu den Gräsern zählt.