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Hedera helix L. - Araliaceae, Efeugewächse
Diese Pflanze schlingt sich aus häufig feuchten Orten an Baum wie Kirchturm hinauf in die Höhe (lat. helix, windend). Oder aber (selten) der Efeu erhebt sich als eigenständiger Stamm; immer aber ist er langlebig und macht einen etwas düsteren Eindruck. Neben den dunklen und zähen Blättern kommen auch frischgrüne vor. Setzt man auch noch die (unzutreffende) Annahme voraus, der Efeu sauge seine Unterlage aus und trachte sie zu erwürgen, so fordert dieses Gehölz mythische Betrachtungen geradezu heraus.
Dabei saugt der Efeu nicht an seiner Unterlage (anders als z. B. die Mistel), er haftet bloß an und vermag seinen Wirt allenfalls durch Überwachsen (Lichtkokurrenz) ernstlich zu schädigen (DÜLL & KUTZELNIGG, 210).
Als immergrünes und ausdauerndes Gewächs ein Symbol für ewiges Leben, aus gleichem Grund beliebte Pflanze zur Friedhofsbegrünung.
In magischer Praxis wird der rankende Efeu als ein Kraut betrachtet, das bindende Wirkung haben soll. (MALA, 123)
Efeulaub, das man in der Matthiasnacht in eine Schüssel mit Wasser legt, soll Krankheit anzeigen, wenn am nächsten Tag eines der Blätter in Auflösung übergeht.
Von Juni bis September werden die Blätter und frischen Sprossen gesammelt, aus denen ein Kaltauszug bereitet wird.
In volksmedizinischer Anwendung - man beachte die Giftigkeit der Pflanze! - soll der Efeu die Augen stärken
(MALA, 123). Üblich ist seine Verwendung bei Zubereitungen gegen Keuchhusten sowie in der Homöopathie (DÜLL u. KUTZELNIGG, 210)
Er wird auch bei Geschwüren, Rachitis, Katarrh, Kropf und Krätze verordnet.
Die Mänaden, Frauen in Begleitung des Gottes Dionysos, tragen Kränze aus Efeu wie der Gott selbst von Efeu und Wein umrankt war.
Der von Mänaden, Silenen, Satyrn und Dionysos selbst getragene Thyrsosstab ist mit Efeu umkränzt.
Efeu, der an nicht sumpfiger Stelle wächst, soll Grundwasser anzeigen. (SCHRÖDTER, 34)