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Taxus baccata, Taxaceae
Deutsche Namen auch Bogenbaum, Eibenbaum, Eve, Giebaum, Gijenbaum, Ibe, Ibenbaum, Ifenbaum, Ipf, Iwe, Iwenbaum, Je, Rotalber, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Ybenbaum (LOSCH, 10).
Die in Europa, im Orient und in Nordafrika heimische Eibe ist ein immergrüner Strauch oder Baum, der besonders in Nordwesteuropa als Friedhofsbaum gepflanzt wird.
Dieser zweihäusige Baum, der an den von August bis Oktober reifenden scharlachroten Früchten leicht erkennbar ist, soll bis über 3000 Jahre alt werden und ihr Stamm über sechs Meter Umfang bei fünfzehn Metern Höhe erreichen. Die Früchte haben einen sehr süßen, ungiftigen Samenmantel, dagegen sind Nadeln und der Samen selbst durch das in ihnen enthaltene Alkaloid Taxin äußerst giftig (DÜLL u. KUTZELNIGG, 436).
Die Eibe ist eine in Deutschland recht seltene und darum geschützte Pflanze, die meist nur als vereinzeltes Unterholz oder Einzelbaum in der Natur erhalten, allerdings recht häufig in Anlagen gepflanzt ist. Früher dagegen soll die Eibe ein bestimmender Waldbaum gewesen sein, der den germanischen Wäldern ihre Düsternis bescherte, welche nebst Kühle und Nebel die lichtverwöhnten Römer besonders beeindruckte.
Auf die Eibe deutet mancher Ortsname mit Tax- oder Jb- hin (Taxberg, Jbersheim, Jbach, FISCHER-RIZZI, 53).
Das harte, elastische, dauerhafte und harzfreie Holz wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit für Gebrauchsgegenstände und Waffen (Bogen, vgl. Bogenbaum) benutzt. Der nach Norden vordringende Cäsar sah in ihnen den Reichtum Germaniens und so wundert nicht, daß die sehr langsamwüchsige Eibe im Bestand stark zurückging.
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Germanische Gottheiten der Eibe sind Ull oder die Riesin Bestla. Die Eibe stand für die Todesrune Eihwaz, sie soll Krankheit und Unheil abwehren.
Dem Eibenholz wird die Eigenschaft zugebilligt, böse Dämonen zu vertreiben. Man trug ein Amulett aus Eibenholz, denn vor Eiben kann kein Zauber bleiben (FISCHER-RIZZI, 53). In der Zauberei schätzt man auch die Kraft der Eibe zum Bannen der Toten, dazu paßt, daß ihre Kraft Gelenke und Knochen schütze (MALA, 123).
Volksmedizinisch wurden die früher als Summitates Taxi offizinellen Eibenblätter als Abführmittel, bei Husten und Lungenkartarrh sowie bei Rheuma, Gicht, Leber-, Herz- und Blasenleiden eingesetzt. Vor Experimenten dieser Art ist wegen der erheblichen Giftigkeit abzuraten! (LOSCH, 11). Der römische Eroberer Julius Cäsar berichtet aus Gallien, der König der keltischen Eburonen, Cativulcus, habe sich durch den Geist der Eibe das Leben genommen (Bell. Gall. 6,31)