| < zurück | |
| Pflanzenwelt | |
Polypodium vulgare L.
Polypodiaceae (Tüpfelfarngewächse)
auch Baumfarn, großes Bittersüß, Eichfarn, Erdfarn, Göneichen, Höme, Insüß, Korallenwurzel, Kropfwurz, Schnakenblätter, Schnakenkraut, Otternkraut, Adderledder, Süßwurzel, Süßfarn, Steinfarn, Steinwurzel, Steinlakritze, Tropfwurz, Wrangenwurzel (nach LOSCH, 4)
Ein in lichten Eichen- und Birkenwäldern meist im Boden, ab und an auch auf alten Baumstümpfen wachsender Farn. Die Sporen reifen von Sommer bis Herbst. Der Farn vermehrt sich auch vegetativ durch Bildung von bis zu 30 cm langen Ausläufern. Diese durch enthaltenes Glycyrrhizin sehr süß (s. Name) schmeckenden Rhizome werden als Wurzel gesammelt (DÜLL u. KUTZELNIGG, 349).
Ab September wird der kriechende, knotige Strunk (Wurzel) gesammelt, der früher als Radix Polypodii (Filiculae dulcis) offizinell war. Man bereitet aus der frischen Wurzel einen Aufguß, aus trockenem Material einen Absud (20gr/l), der abführend wirkt. Als Brusttee genommen wirkt Engelsüß lösend bei Husten und Heiserkeit und wurde auch gegen Gicht, Gelbsucht und Fieber empfohlen (nach LOSCH, 4).
Tiermedizinisch verwendete man den Wurzelstock gegen das Säusterben. Man gab ihn auch in das Trinkwasser von Stubenvögeln, die davon schöner singen sollten. (BÄCHTHOLD-STÄUBLI, II, 840)
Ein im Engelsüß enthaltener Bitterstoff wirkt auf Darmwürmer sehr giftig (DÜLL u. KUTZELNIGG, 349).