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 Pflanzenwelt
 
 

Gänsefingerkraut

Potentilla anserina

(auch Anserine, lat. anser, „Gans”, Butterblume, Gänsegarbe, Gänserich, Kammkraut, Kränzchenkraut, Krampfkraut, Mauchenkraut, Silberblatt, Tönkraut)

Ein von Mai bis Juli gelbblühendes, ausläuferbildendes Kraut, das seinen Namen von seinen fingerig gefiederten Blättern trägt, die gern von Gänsen gefressen werden. Gern wechst es an tonhaltigen, feuchten Standorten, Sammelmonat ist Juni.

In den Schuh gelegt soll das Gänsefingerkraut Geschwülste an Fuß und Schenkel lindern (SIEG, 161).

Besonders zur Lösung des Krampfes wird das Gänsefingerkraut empfohlen. Pfarrer Kneipp heilte einmal einen Todkranken vom Wundstarrkrampf, indem er ihm löffelweise Milch verabreichte, in der Gänsefingerkraut gekocht worden war (SIEG, 161f.).

Ein Rezept für einen krampflösenden Tee verordnet 2 Teelöffel auf einen Viertelliter kochendes Wasser. Nach zehn Minuten seiht man ab und nimmt den Tee möglichst heiß und ungesüßt zu sich. Verstärkend soll die Beimischung von Melisse und Pfefferminze wirken.

Ein solcher Tee wird als Potentilla Anserina gern bei Regelbeschwerden empfohlen.

Das früher als Herba Anserinae offizinelle Gänsefingerkraut gilt außerdem als blutstillend, soll bei Ruhr helfen und Blasenstein beseitigen.
Zur Steinbehandlung empfahl man einen je zur Hälfte aus Gänsefingerkraut und grünem Roggen gepreßten, in Rotwein gemischten Saft (LOSCH, Kräuterbuch, 59).