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Sempervivum tectorum L.
auch Barba Jovis (Jupiterbart), Chemirose, Dachwurz, Donnerbart, Donnerkraut, Donnerlauch, Donnerwurz, Dutzblume, Hauslaub, Hauslauch, Hausrampfe, Rampfe, Scherzenkraut, Zitterichkraut; frz. joubarde, ges. n. LOSCH, MARZELL, SCHRÖDTER
In Mai und Juni werden die frischen Blätter gesammelt, woraus man Essenz, Saft und Tinktur bereitet.
Die zerquetschten Blätter und den Saft empfiehlt die Kräutermedizin äußerlich gegen Warzen und Hühneraugen, auch bei Bienenstich und zur Kühlung bei Fieber. In Wein gemischter Saft treibt Spülwürmer aus (nach LOSCH, 53).
Auf dem Dach des Hauses wachsender Hauswurz soll vor Einschlag des Blitzes bewahren. (Das sechste und siebente Buch Mosis, 152)
Die Anpflanzung auf Dächern hat schon Karl der Große angeordnet. (LOSCH, 53) Im vom Kaiser erlassenen Capitulare de Villis heißt es: Und der Gärtner soll auf seinem Hause den ,Donnerbart’ haben. (SCHRÖDTER, 57)
Der schleimige Saft des Krauts soll gegen Warzen helfen. (SCHRÖDTER, 57), Blätter und Saft empfahl man als kühlendes Mittel wider alle Entzündung. (ebd.)