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 Pflanzenwelt
 
 

Hirtentäschelkraut

Capsella bursa-pastoris

Gesammelt werden von März bis Oktober Kraut und frische Pflanze, woraus man Aufguß (nur überbrüht, nicht gekocht), Essenz, Fluidextrakt, Salbe und Tinktur bereitet.

Diese Verordnungen werden kräuterheilkundlich als stuhl- und kreislauffördernd betrachtet und bei Blutungen eingesetzt.

Die Wirksamkeit des Hirtentäschels bei Störungen des Blutsystems wird nach der Signaturenlehre mit der Ähnlichkeit seiner Fruchtknoten mit dem menschlichen Herzen erklärt. (ATKINSON-SCARTER, 102)

„Dem zahnenden Kinde werden die Früchte (wegen ihrer zahnänlichen Form?) in ein rotseidenes Fleckchen eingebunden um den Hals gehängt; nach der Zahnung wird das Amulett von der Mutter stillschweigend rückwärts in fleßendes Wasser geworfen.” (MARZELL i. Handwörterbuch, IV 140)