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 Pflanzenwelt
 
 

Kamille

Asteraeceae (= Compositae, Korblütler)

Die Kamille ist ein altbekanntes, einjährig wachsendes Heilkraut.

 

Echte Kamille

Matricaria chamomilla

Deutsche Namen sind neben Kamille auch Apfelkraut, Apfelblümlein, Ganille, Garnille, Gramille, Helmergen, Haugenblume, Helmrigen, Hermel, Hermelin, Hermigen, Hermligen, Herminzel, Kamelle, Karmille, Kühmelle, Kummerblume, Laugenblume, Mägdeblume, Mariemagdalenenkraut, Mutterkraut, Romeienblume, Remei, Rirmerei, Romerei, Romei (LOSCH, 161).

Gesammelt werden von Mai bis August Blüten (offizinell als Flores Chamomillae vulgaris) und frische Blätter, woraus man Abkochung, Essenz, Extrakt, Kaltauszug, Öl (Oleum infusum Chamomillae) und flüchttiges Öl (Oleum Chamomillae aethereum), Sirup, Teeaufguß, Tinktur oder Wasser bereitet.

Kräutermedizinisch werden diese Verordnungen gegen Entzündungen angewendet. Sie wirken keimtötend, treiben den Schweiß, lösen Krämpfe und erweichen.
Kamillenblüten, in Wein gesotten und getrunken, helfen nach alten Kräuterbüchern gegen das Keuchen und räumen die Brust (LOSCH, 161), sind also ein Mittel bei Husten.
Weitere Anwendungen sind zahlreich.

Bei Ohrenschmerzen empfiehlt die Volksmedizin Wickel mit Kamillenblüten und gehackten Zwiebeln. Diese werden in ein dünnes Tuch gegeben, auf etwa Körpertemperatur erwärmt und aufgelegt, gehalten wird das ganze von Schal oder Mütze.

 

Römische Kamille

Anthemis nobilis

Gesammelt werden in Juli und August Blüten und frische Pflanze, woraus man Abkochung, Aufguß, Essenz, Geist, Öl oder Wasser bereitet.

Kräutermedizinisch werden diese Verordnungen als stopfendes und fieberwidriges Mittel verwendet, das Schmerz und Krampf lindert, beruhigt und den Schweiß treibt.