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 Pflanzenwelt
 
 

Kiefer

Pinus sylvestris L.
Pinaceae (Kieferngewächse)

(auch Däle, Fohre, Föhre, Föhrenbaum, Forche, Forchenbaum, Fuhre, Führe, Gränbaum, Kienbaum, Kienholz, Kientanne, Tälle, Schleißholz, Spanholz, Wald-Kiefer (LOSCH, 7f.) Ein bis zu 600 Jahre alt werdender und dabei bis zu 48 Meter Höhe bei einem Meter Stammdurchmesser erreichender immergrüner Nadelbaum.

Kiefernzweig
 

Reifbedeckte Kiefer an trübem Dezembertag. Elmshorn.
 
Von fossilen Kiefern stammt der Bernstein, das gehärtete Harz des Baumes. Das harzreiche Kiefernholz kann als Brennstoff verwendet werden (Name), aus dem Harz selbst läßt sich Terpentin gewinnen. Die jungen Zweigspitzen sind eßbar und weisen einen hohen Gehalt an Vitamin C auf, das Kiefernnadelöl dient zur Inhalation bei Bronchitis (DÜLL u. KUTZELNIGG, 339).

Gesammelt werden Von April bis Juni werden Zweigspitzen, junge Sprossen und das Harz gesammelt. Man gewinnt aus dem Sammelgut Pech, Terpentin, Öl, Colophonium, Wässer, Pflaster, Salben, Seifen, Extrakt, Sirup, Tinktur und Essenz welche die Nerven stärken sollen, die Haut durchbluten und außerdem Entzündungen hemmen sollen (SCHINDLMAYER, 355).

Die verwandte Art Pinus mugo, die Berg-Kiefer oder Latschenkiefer, liefert das als Badezusatz beliebte Latschenkiefernöl.

 

Sandkiefer

Auf dem Isthmos, der Landenge, der den griechischen Peloponnes mit dem europäischen Festland verbindet, hausten dereinst viele Straßenräuber. Zwischen zwei heruntergebogene Strandkiefern pflegte hier der altgriechische Räuber Sinis seine Opfer zu binden. Dann löste er die Kiefern, deren Stämme nach oben schnellten und den so Gehenkten auseinanderrissen. Der Held Theseus überwand diesen Räuber und verfuhr mit ihm nach eigenem Vorbild (PAUSANIAS, Argolis 1,4).