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 Pflanzenwelt
 
 

Kirsche

Prunus avium L. Süß-Kirsche, Vogelkirsche u.
Prunus cerasus L. Schattenmorelle
Rosaceae (Rosengewächse)

Ein seit der Römerzeit im südlichen, später im gesamten gemäßigten Europa kultivierter Obstbaum.
Dem berühmten römischen Feinschmecker Lucullus gebührt das Verdienst, die Kirsche 76 v. Chr. aus der griechischen Stadt Kerasus in Kleinasien nach Italien gebracht zu haben, von wo aus sie sich ausbreitete und dabei ihren von der kleinasiatischen Stadt abgeleiteten Namen (gr. kerasion) mitnahm. (Wörterbuch der Antike, 368)

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Kirschblüte (Schattenmorelle).
Kirschblüte (Schattenmorelle). Im Garten d. Verf., April 2004

 
Der aus dem Saft wilder oder kultivierter Kirschen wird zu Kirschengeist gebrannt. Der Schnaps „bekommt, besonders im Winter, oder im Sommer vor einem kühlen Trunk Biers genossen, dem Magen sehr wohl und erwärmt ihn, dient deshalb als Hausarznei, eingenommen bei Leibschmerzen, Schwächeanwandlung und dergl., auch äußerlich eingerieben bei müden Gliedern.” (LOSCH, 65)

Aus dem Blut des Geryoneus soll ein Baum gewachsen sein, der steinlose Kirschen trug.

Blüht ein Kirschbaum zweimal im Jahr, dann soll es angeblich Krieg geben.

Den Kirschen nahe verwandt sind Prunus domestica L., Zwetschge o. Pflaume, Prunus spinosa L., Schlehe o. Schwarzdorn und Prunus dulcuis, der Mandelbaum.