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 Pflanzenwelt
 
 

Kräuter, Heilkräuter, Zauberkräuter

Unter Kräutern wird hier alles Pflanzliche verstanden, was nicht in erster Linie Baum, Pilz oder Blume ist, wobei Überschneidungen nicht zu vermeiden sind. Bei der Suche nach einem bestimmten Kraut ist daher das allgemeine Register, dortbei auch die Suche nach Anwendungszwecken.

Hinweis: Alle Hinweise zu medizinischem oder experimentellem Verwendungszweck sind ausschließlich nach Literatur oder allgemeinem Hörensagen wiedergegeben, es handelt sich nicht um eigene Erfahrungen und keinesfalls um Empfehlungen.

Ein Nutzgarten ohne aromatische Kräuter ist kaum denkbar, benötigt man sie doch für Küche und Hausapotheke sowie zur Gewinnung von Räucherwerk. Doch schon ihr oft schönes Erscheinungsbild eignet viele Arten auch für den Ziergarten, für den einige auch biologischer Pflanzenschutz sind.

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

 

Bei den Alten der Antike (Dioskurides, Galenos) war eine Einteilung der Heilkräuter in warm und kalt, trocken und feucht usw. üblich. Dabei kommt es auf den Geschmack der Pflanze wie auf ihren Standort an.

Ein zusammenziehender, herber Geschmack ist kalt, ein brennender oder stechender warm oder heiß. Pflanzen, die in fließendem Wasser gedeihen, haben Hitze, Meeresalgen wie der Seetang gelten wegen des in ihnen enthaltenen Salzes als trocken, kalt wegen des Wassers, aus dem sie stammen. Doldenblütler gelten dagegen fast durch die Bank als trocken. Viele der gebräuchlichen Küchenkräuter gehören hierher; sofern sie außer trocken auch warm sind, haben sie die Eigenschaft des Treibens. Die Logik dieser Einteilung erschließt sich nicht unbedingt auf Anhieb.

 

Allgemeiner Rat zum Sammeln und zur Selbstmedikation:
 
Beim Sammeln von Kräutern sollten gesetzliche Beschränkungen beachtet werden - in Naturschutz-gebieten darf gar nicht gesammelt werden, geschützte Pflanzen nirgends, auch nicht in Teilen und selbst dann nicht, wenn die Pflanzen oder ihre Teile bereits ausgerissen oder abgestorben vorgefunden werden.
Grundsätzlich sollten alle Pflanzen, auch die häufigsten, mit Bedacht und nur im unbedingt nötigen Umfang gesammelt werden.
 
Bei ernsthaften Erkrankungen oder dauernden Beschwerden sollte unbedingt ein Experte um Rat gefragt werden, beispielsweise der Hausarzt.
Insbesondere von Experimenten mit giftigen Pflanzen oder Pflanzenteilen sei abgeraten.
 
Hinweise zum Sammeln

-- in Vorbereitung --

Besonders die Nacht zum Ostersonnabend, dem Judassamstag, soll sich zum Sammeln von Kräuter eignen, da sie in dieser Zeit besonders wirkkräftig seien.

Der August ist der Monat, in dem die meisten Kräuter ausreifen und gesammelt werden können. Damit das Sammelgut seine Wirkung voll entfalte, weiht man es mit speziellen Formeln, von denen einige aus dem Mittelalter überliefert sind. Das Christentum übernahm diese Kräuterweihe, indem es die Muttergottes als „Blume des Feldes und Lilie der Täler” bezeichnet und die Kräuterweihe im Namen der Maria betrieb.

An Mariä Himmelfahrt (15. August) findet diese Krautweih statt, dazu werden Sträuße von neunerlei Krätern mit in die Kirche gebracht und wirken dann ganz besonders stark. Der Tag soll auch ausgesprochen günstig zum Kräutersammeln sein.

Schutzpatronin der Heilkräuter ist die Heilige Afra.

Die Weissagung mit Hilfe von Kräutern nennt man Botanomantie.

 

siehe auch gängige Verordnungsformen