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Cucurbita pepo
![]() ![]() Kürbis von gut 24kg, darunter im Anschnitt. |
Die heute in West- und Mitteleuropa beliebte Form des Halloween-Fests kommt aus Nordamerika. Dort erst wurde der Kürbis zum unabläßlichen Zubehör, denn die bekannten Speise- und Zierkürbisse stammen aus der Neuen Welt. Halloween ist ein Re-Import nach Europa, denn Auswanderer aus Irland, wo es früher keine Kürbisse gab, brachten es nach Amerika.
(Besonders in den USA ist es beliebt, aus dem Kürbis zum Fest Halloween (30. Oktober) ein Fratzengesicht zu schnitzen, in dem eine Kerze steht und das Gesicht lustig-dämonuisch grinsen läßt. Solches soll allerlei böse Geisater verschrecken.
Derlei us-amerikanischer Brauch hat seinen Ursprung im irischen Keltentum: Irische Einwanderer brachten die Geschichte von Jack O'Latern, welcher der Hölle entkam, dem die Tür zum Himmel aber verschlossen blieb. Deshalb muß er nun auf immerdar zwischen Hölle und Himmel wandern, wobei er in einer ausgehöhlten Rübe eine Kerze trägt. In Nordamerika gab es ehedem keine Rüben, dafür den Kürbis, welchen die eingewanderten Iren nun für ihr Brauchtum nutzten.)
Zu kräutermedizinischen Zwecken werden in September und Oktober die Samen gesammelt, die man roh verwendet oder aus ihnen eine Essenz bereitet.
Solche Verordnungen empfiehlt die Kräutermedizin wegen ihrer harntreibenden, wurmwidrigen Wirkung.
Besonders gegen Bandwürmer empfiehlt die Volksmedizin Kürbiskerne, die auch nach modernen Erkenntnissen gegen diese Plagegeister wirksam sind. Das entspricht ganz der Signaturenlehre, denn Kürbiskerne sollen den Gliedern des Bandwurms ähneln. (ATKINSON-SCARTER, 102)
![]() Zierkürbisse. |
Es heißt, man solle Kürbiskerne entsprechend der alten Vorstellung von der Schutzwirkung der Kürbisse am Karfreitag einsäen (PICKERING, 190). Das geschieht am besten im Zimmer oder Warmhaus, da die Kürbispflanze frostempfindlich ist.
Auf die jungen Kürbispflanze soll nicht gezeigt werden, da solches auf den Kürbis eine dem bösen Blick vergleichbare Wirkung habe. (PICKERING, 190)
Gurken und Kürbisse soll man am Walpurgisabend stecken, da sie dann nicht erfrieren. Ein günstiger Tag sei auch der Markustag (25. April). Ersprießlich für ihr Gedeihen soll es sein, wenn man es nackt tut und dabei ein Tönnchen auf dem Rücken trägt, daran sich die Kürbisse ein Maß nehmen. (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 137 u. 138)