Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Pflanzenwelt
 
 

Wiesenkümmel

Carum carvi L. Apiaceae

Eine Gewürzpflanze. Der Wiesen-Kümmel ist eine alte Nutz- und Heilpflanze, die auch angebaut wird. Ihr besonderer Gehalt ist ein aromatisches Öl, das in den Früchten enthalten ist und als geruchsbildenden Bestandteil das Carvon enthält (DÜLL u. KUTZELNIGG, 116).

Der Kümmel ist ein den Appetit anregendes Gewürz, das Blähungen entgegenwirkt, weshalb er gern zum Kohl oder in den Brotteig gegeben wird. Beliebt ist auch der Kümmel als Magenbitter (Schnaps). Er gilt auch als harntreibend, beruhigend und Löser von Schleim und Krampf.

Gesammelt wird im Juli die Frucht aus der man Aufguß, Carvon, Essenz, Öl und Wasser bereitet oder die unbehandelte Frucht nutzt.

Wer auf ein gutes Verhältnis zu Kobolden und Waldgeistern Wert legt, sollte beim Brotbacken allerdings auf Kümmel verzichten, da er diesen mißfällt. Er gilt daher allgemein als Abwehrmittel gegen Dämonen. Volle Wirksamkeit soll er entfalten, wenn die Ernte in der Nacht zum Johannistag (24. Juni) erfolgt.

„Genieße (...) eine Suppe aus stark geröstetem Mehl und Kümmel oder Kümmeltee” gegen Blähungen (Praktika des täglichen Lebens, 235)