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 Pflanzenwelt
 
 

Lavendel

Lavandula angustiflora, Lavandula spica

(Wilder Lavendel, Echter Lavendel; Namen auch Lawendel, Lavander, Fander, Fanderli, Flander, Flanderli) Ein kleiner Halbstrauch, der im Mittelmeerraum heimisch ist, aber schon lange auch weiter nördlich gebaut wird.

Von Juil bis September werden die Blüten gesammelt.

Man gewinnt aus dem Sammelgut Aufguß, Öl, Tinktur, Geist und Essenz, welche zur Stärkung von Herz und Nerven verwendet werden.

Dem Lavendel werden reizende, stärkende und krampflösende Kräfte zugeschrieben. „Bei Ohnmacht, Migräne, Schwindel, Blähungen, Skrofeln wirkt er mit Erfolg” (Teeaufguß, 3 bis 8 gr je Liter Wasser) (LOSCH, 134).

Ein regelmäßiger Schluck Lavendelwein (in Wein gesiedete Blüten oder Blätter) hilft bei Gebrechen von Hirn und Nerven, Schwindel, Schlag, fallender Sucht, Schlafsucht, Krampf und Lahmheit (ebd., 134).

Im Garten soll gepflanzter Lavendel Ameisen vertreiben und Läuse von Rosen abhalten (KREUTER, 176).

Lavendelsänger in Niederösterreich vertreiben hausierend ihr Kraut gegen das gleiche Ungemach [Flöhe und Wanzen], sagt doch schon ein alter Spruch: ,...dem Magen nutztet er, / zerteilt auch die Wind, / Nardengeruch verjagt die Flöh’ geschwind.’ (SCHRÖDTER, 26)