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Commiphora - Burseragewächse
(semit. murr bitter) Ein Gummiharz, das zur Salben- und Parfümherstellung verwendet und meist mit der biblischen Weihnachtsgeschichte assoziiert wird. (PICKERING, 216), denn Myrrhe gehörte zu den Geschenken, welche die Weisen aus dem Morgenland dem neugeborenen Jesuskind dargebracht haben sollen.
Die Myrrhe trägt ihren Namen nach der Smyrna, die mit Beinamen Myrrha hieß und sich bei der Geburt des Adonis in einen Baum verwandelt.
Das aus dieser Pflanze gewonnene Myrrhen-Balsam wird seit altersher verwendet. Gern wurde und wird es als aromatisches Räuchermittel gebraucht. Die Ägypter nutzten das Mittel zur Einbalsamierung. Als Tinctura Myrrhae hat die Myrrhe heute pharmazeutische Bedeutung zur Mundpflege und bei oralen Entzündungen.
Die Myrrhe ist ein Symbol für den Tod des Herrn.
Vorzeiten gehörten Spezereien wie Aloe und Myrrhe zur ordnungsgemäßen Bestattung des Leichnams. Bei der Grablegung Jesu spendete der Pharisäer Nikodemus hundert Pfund Aloe und Myrrhe (JOHANNES 19,39).
Die in den Wein gegebene Myrrhe, die Jesus vor seiner Kreuzigung angeboten, von ihm aber verschmäht wurde (MARKUS 15,23), sollte betäubend wirken (SCHLATTER, im Anh. z. Lutherbibel, 1961, 17).
Smyrna, die Tochter des Priesters und Königs Kinyras von Zypern wurde von ihrem Vater schwanger. Bei der Geburt ihres Kindes, dem Adonis, verwandelte sie sich in einen Myrrhe-Baum.
In okkultististischem Gebrauch soll Myrrhe ein mächtiges Requisit sein das, wie andere stark duftende Substanzen, dem Saturn zugeordnet sei. Daher habe Aleister Crowley sie in seinem Weihrauch des Abramelin zwecks Beschwörung der Dämonen verwendet. (PICKERING, 216)