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| Pflanzenwelt | |
| N giftig! |
Solanum
Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Hier sind Bittersüßer Nachtschatten und Garten-Nachtschatten (s. u.) behandelt. Alle Arten sind giftig, der Name der Gattung sowie der Familie bezieht sich auf lat. solanum, Trost, was auf die Verwendung als narkotisierender Trostbringer zielt. Zu den Nachtschattengewächsen gehören auch Lebensmittelpflanzen wie Kartoffel und Tomate, die nur in Teilen giftig sind.
| N giftig! |
Solanum dulcamara L.
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Ein an Ufern und feuchten Stellen Mitteleuropas wachsender, bis etwa mannshoher, kletternder oder niederliegender Halbstrauch mit violetten Blüten (Juni bis August; Staubfäden gelb) und von August bis Oktober reifenden scharlachroten, eiförmigen Früchten, die anfangs bitter, später süß schmecken. daher rührt auch der Artname (lat. dulcis, süß, amaraus, bitter).
Von Januar bis Juni werden die Schößlinge und die zweijährigen Stengel gesammelt, die zu Abkochung, Essenz, Extrakt, Pulver, Sirup oder Tinktur verarbeitet werden und stoffwechselfördernde, schmerzlindernde Wirkung hat (lat. solamen, Trost).
Die als Radix Culcamare ehemals offizinelle Wurzel wurde (im Absud) gegen Asthma, Husten und Rheuma verordnet. Aus den Stengeln Stipites Dulcamarae bereitete man einen Extractum Delcamarae genannten Extrakt, der in geringen Mengen als Reinigungs-, Abführmittel und zum Treiben des Schweißes und gegen Wassersucht (Pißkraut) Verwendung fand, in der Homöopathie auch als Mittel gegen Durchfall, Warzen und Leibschmerzen (LOSCH, 137).
Nachtschatten wurde auch als Mittel gegen Mondsucht angewendet (WEHR, 161).
| N giftig! |
Solanum nigrum
In den schweren Jahren des 16./17. Jahrhunderts hängte man Garten-Nachtschatten über die Wiege, was wegen der Ausdünstungen des Solanin beim Kind zu einem schweren Schlaf führte (LOREY, 174).
Wegen erheblicher Vergiftungsgefahr ist von jeglichen Versuchen abzusehen.