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 Pflanzenwelt
 
 

Kleiner Odermennig

Agrimonia eupatoria L.
Rosaceae (Rosengewächse)

Gesammelt wird von Juni bis August das Kraut (früher als Herba Agrimoniae offizinell), das zu Aufguß, Pulver oder Saft verarbeitet werden.

Solche Verordnung empfiehlt die Kräutermedizin bei Leiden von Darm oder Leber, Gicht, Milz und Galle, außerdem bei Geschwüren.

Kräuterbücher empfehlen einen Trank, der aus in Wein gesottenem Odermennig bereitet wird, bei verstopfter Leber, kaltem Harn (?), zur Milderung von Husten und gegen Verschleimung, bei anhaltendem Fieber und gegen Würmer (LOSCH, 61).
Ein Fußbad mit Odermennig und Alantwurzel soll der Müdigkeit nach langer Wanderung abhelfen (ebd., 62).

Der Odermennig wird in der Bachblütentherapie nach Edward Bach bei übersteigerter Sensibilität angewendet.

Am Odermennig „sieht der Bauer in Schwaben, ob er früh oder spät säen soll, je nachdem an ihm die Blüten unten oder oben am dichtesten stehen.” (A. WUTTKE, Der deutsche Volksglaube in der Gegenwart, Leipzig, 1925, p. 105, § 135, n. SCHRÖDTER, 132)