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| Pflanzenwelt | |
Palmae, Areacea
Eine in Tropen und Subtropen verbreitete Pflanzenordnung (Arecales), der über 3400 Arten in etwa 240 Gattungen angehören. Stammbildende Formen können bis zu 40 Meter hoch werden, es gibt aber auch kleinere Arten von kaum 50 Zentimeter Höhe und kletternde Arten, deren Stämme gut 100 Meter lang werden können. In Südeuropa heimisch ist die Zwergpalme, viele Arten werden als Zier- oder Nutzgehölze kultiviert.
Zu den wichtigen Nutzungen der Palmen gehört der Anbau die Fasergewinnung (Palmfasern), Palmöl, Palmwein und Palmzucker. Bekannt ist besonders die Kokospalme, deren Frucht die beliebte Kokosnuß ist.
Die Bedeutung der Palme spiegelt sich in Religion und Mythos wieder. Die Babylonier wiesen ihr in ihrem Urgarten die Funktion des Lebensbaums zu, die als Wohnsitz der Göttin Astarte galt. Ihre männliche Entsprechung war der phönizische (Phönizen - Land der Palme) Baal-Peor, der als Palme zwischen zwei runden Steinen (Phallus-Symbol) gedacht war. Fruchtbarkeitsriten feierten seine Vereinigung mit der Göttin (vgl. 4. Mose 25, WALKER, 831).
Unter einer Palme auf dem Berg Cynthus auf der griechischen Insel Delos gebar die Leto die Artemis und den Apollo.
Die Palme weist bei der Darstellung christlicher Heiliger darauf hin, daß die als Märtyrer ihres Glaubens ihr Leben lassen mußten.
Heilige Palme (Ta-Mari) ist auch ein Beiname der Maria.
Das christliche Fest Palmsonntag (Palmarum) bildet den ersten Tag der Karwoche und erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem (Matthäus 21,8). Die Palmzweige stammen jedoch nicht von einer Palme, sondern von der Weide.
Wenn die Äste der männlichen und weiblichen Palme einander berühren, so umarmen sie sich gegenseitig. (NETTESHEIM, De occulta Philosophia, T. 1; c. 17, Remagen, 1967, n. SCHRÖDTER, 18) (...) bei der weiblichen Palme, die sich der männlichen nähert, so daß ihre Äste sich zu dem Männlichen hinüberbiegen, kann man eine ... Erscheinung beobachten: wenn nämlich die Gärtner dies sehen, so binden sie Seile vom Männchen zum Weibchen, und dieses richtet sich dann wieder empor, wie wenn es schon durch die Vermittlung des Seils die Kraft des Männchens erlangt hätte. (NETTESHEIM, I, 211, n. SCHRÖDTER, 36)
>>> Siehe auch Ölbaum.