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 Pflanzenwelt
 
 

Salbei

Salvia

 

Gartensalbei

Salvia officinalis L.

(v. lat. salvare, „heilen”) Namen auch Edelsalbei, Königssalbei, Kreuzsalbei, Lävendel, Müsli, Muskatellerkraut, Sälvel, Salbme, Salf, Salve, Salver, Salwie, Saphie, Scharleikraut, Schuven, Selve, Selvi, Sophie, Zaffe, Zuffeen (LOSCH, 125).

Kaiser Karl erließ eine Vorschrift, derzufolge in den klösterlichen Kräutergärten auch der Salbei anzubauen war.

Von Juni bis August werden die Blätter gesammelt, woraus man Aufguß, Essenz, Öl, Tinktur oder Wasser bereitet.

Kräutermedizinisch werden diese Verordnungen gegen Entzündungen, zur Bekämpfung übermäßigen Schwitzens und zum Gurgeln angewendet.

Warmer Salbeitee soll besonders gut für das Zahnfleisch sein und Entzündungen im Mundraum lindern. Nebenbei soll der Salbei weiße Zähne bewirken. Als Räuchermittel soll er Asthmatikern helfen (LOSCH, 126), im Handel sind Räucherstäbchen mit Salbei erhältlich.

Albertus Magnus warnte, Salbei könne, in einen Brunnen geworfen, Sturm hervorbringen (LOREY, 169).

Salbei soll eine so starke Leuchtkraft haben, daß er sich selbst bei eigenem Lichte in der Dunkelheit photographieren lasse. M. BURKHARDT (1941) beobachtete diesen Umstand auch bei Arnika, Rosmarin, Farnkraut und Kastanien und schloß daraus, „daß alle diese Pflanzen zu den radioaktiven gehören”. (SCHRÖDTER, 123)