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 Pflanzenwelt
 
 

Schwertlilie

Iris
Iridaceae, Schwertliliengewächse

 
--- Artikel in Vorbereitung ---
 

Den botanischen Gattungsnamen hat die Pflanze nach Iris, in der griechischen Mythologie die Botin der Hera, die über den Regenbogen reiste.

Schwertlilen sind dank ihrer farbenprächtigen, großen Blumen beliebte Gartenpflanzen. Weiße und blaue Schwertlilien sind im Orient traditioneller Grabschmuck, in der christlichen Welt gilt die Iris als Blume der Verkündigung.
Im Jugendstil ist besonders die stilisierte Blüte der Iris gernbenutztes Pflanzenornament.

Ein niederländischer Name für die Schwertlilie ist Pinxterbloem. So nennt man auch Mädchen, die in Holland zu Pfingsten mit Blumen und Bändern geschmückt und auf einem Wagen sitzend von alten, armen Frauen herumgeführt wurden. (GRIMM, 657)

 

Deutsche Schwertlilie

Iris germanica L.

auch blaue Ilgen, blaue Gilgen, blaue Schwertel, Gilgen, Himmelsschwertel

Gesammelt wird im September der Wurzelstock, woraus man Abkochung, Essenz, Öl und Tinktur bereitet.

Solche Verordnung empfiehlt die Kräutermedizin als abführendes Mittel.

Gilgenwurzeln, in einem violettseidenen Tüchlein mitgeführt, sollem einem Mann die Frauen gewogen machen (Sechstes und Siebentes Buch Mose, 69).

 

In Einzelkultur soll der blaue Eisenhut (Aconitum napellus) nur schlecht gedeihen. Er soll besser mit Iris germanica zusammengesetzt werden, das verbessere auch seine Eigenschaft als Arzneipflanze und erhöhe seine Giftigkeit. (SCHRÖDTER, 22, 189)

 

Veilchenwurz

Iris florentina L.

auch Florentinische Schwertlilie.

 

Die als Radices Iridis mundatae offizinellen Zwiebeln aller Schwertlilien wurden eben geraspelt, gerundet, und den zahnenden Kindern zum Beißen gegeben (LOSCH, 163).

 

In Chaeronea in Griechenland kochte man in der Antike aus verschiedenen Blumen (Lilie, Rose, Narzisse, Schwertlilie) Salben (PAUSANIAS, Boeotien, 41.7).