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Lamium
Lamiaceae (Lippenblütler)
Eine Gattung im Wuchs (Form der Blätter) der Brennessel nicht unähnlicher Kräuter, die allerdings im Gegensatz zur Brennessel keine Brennhaare besitzen und darum Taubnesseln heißen.
Die Taubnesseln liefern mit ihren Blättern und Sprossen ein sehr gehaltreiches Wildgemüse, das besonders mit Spinat oder Brennesseln gemischt empfohlen wird (DÜLL u. KUTZELNIGG, 241).
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Lamium album L.
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Ein an Wegen, Mauern und unter Hecken häufiges Kraut, das von April bis Oktober, teils noch im Winter in Quirlen um den vierkantigen Stengel herum weiße Blüten treibt, die etwas nach Honig duften und auch süßen Saft enthalten.
Zu medizinischen Zwecken werden von Mai bis September besonders die früher als Flores Lamii albi offizinellen Blüten und das noch früher als Herba Lamii albi offizinelle Kraut gesammelt. Daraus bereitet man Aufguß, Essenz, Pulver und Tinktur. Solche Verordnungen werden bei Regelbeschwerden angewendet, sie sollen auch bei Weißfluß, Durchfall und Unterleibsleiden helfen (SCHINDLMAYER, 361 u. LOSCH, 125).
Volksmedizinisch verwendet man sie auch Erkrankungen der Atemwege (DÜLL u. KUTZELNIGG (1992), 241).
Äußerlich wird die Weiße Taubnessel auch bei Brandwunden und Geschwüren angewendet (KOSCHTSCHEJEW, 89).