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Von einer Ulme stammt nach nordischem Mythos die erste Frau. Die Götter Odin, Hönir und Lodur (nach Voluspa 11f.) bzw. Börs Söhne (Odin, Wili und We, nach Gylfaginning, 9) wandelten am Ufer und fanden eine Esche und eine Ulme. Sie bliesen den Baumstämmen Leben ein und die Bäume wurden zu Askr (er, Esche) und Embla (sie, Ulme), von denen das gesamte Midgard bewohnende Menschengeschlecht abstamme.
In Italien gelten Ulmen als männlich. Italienische Weinbauern pflanzen sie in ihre Weingärten, damit der weibliche Rebstock sich an der männlichen Ulme stützen könne (FISCHER-RIZZI, 163).
Im antiken Griechenland galt die Ulme als Symbol des Todes und der Trauer. (ebd.)
Um das Grab des Eetion, den Vater der Andromache, pflanzten die Oreaden (Nymphen) Ulmen. (HOMER, Ilias, 6.415-20).
Die Rebe liebt die Ulme und den Mohn — so schrieb AGRIPPA VON NETTESHEIM in seiner Occulta Philosophia (T. I; c. 17, n. SCHRÖDTER, 18)