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 Pflanzenwelt - Wein
 
 

Weinbau und Wetter

Ob der Wein gelingt erkenne man, wenn man in der Neujahrsnacht zwischen XI und XII ein Glas Wein irgendwohin stellt. Läuft es über, gelingt der Wein. (aus Pforzheim, GRIMM, A. 590)

Gegen das Verdorren der Weinreben durch den trockenen Wind Lips umliefen die alten Griechen von Methana die Reben mit einem weißen Hahn. PAUSANIAS (Argolis, 34,2)

Das Auftauchen eines Kometen — sonst Vorbote von allerlei Übel — soll auf eine gute Weinernte hindeuten. (WEHR, 148)

März

„Trockener März füllt den Keller.”

April

„Zu Georgi (23. April) blinde Reben,
volle Trauben später geben.”

Mai

„Scheint am Urbanstag (25. Mai) die Sonne
so gerät der Wein zur Wonne.
Regnet´s aber, nimmt er Schaden,
und wird selten wohlgeraten.”

Juli

„Heißer Juli verheißt guten Wein.”

„Wenn gedeihen soll der Wein,
dann muß der Juli trocken sein.”

„Juligewitter hilft Winzer und Schnitter”,

Vinzenz (19. Juli) Sonnenschein, füllt Fässer mit Wein.

„Was die Hundstage gießen,
muß der Winzer büßen.”

August

„Stürmt es im August,
gibt es weder Wein noch Most.”

„Je dicker der Tropfen im August,
desto dicker der Most.”

„Wenn im August viele Goldkäfer laufen,
braucht der Wirt den Wein nicht zu taufen.”

„Mariä Himmelfahrt (15. Aug.) Sonnenschein,
bringt meistens uns viel guten Wein.”

„Hat unsere Frau gut Wetter,
wenn sie zum Himmel fährt,
gewiß sie guten Wein beschert.”

„Regen an St. Bartholomä (24. Aug.)
tut den Trauben weh.”

September

„Septemberregen - dem Bauern Segen,
dem Winzer Gift, wenn er ihn trifft.”

„Wenn Matthäus (21. Sept.) weint statt lacht,
Essig aus dem Wein er macht.
Wetter, das Matthäi klar,
bringt guten Wein im andern Jahr.”

Oktober

Sankt Burkhard (14. Okt.) Sonnenschein,
schüttet Zucker in den Wein.

„Zu Therese (15. Okt.) ist Weinlese.”

„Sankt Gallus (16. Okt.) naß,
für den Wein kein Spaß.”

„Sankt Galliwein — Bauernwein.”

Dezember

„Ist am Abend die Christnacht (25. Dez.) klar,
ohne Regen, nimm´s wahr,
ob die Sonne des Morgens hat ihren Schein,
das nächste Jahr wird werden viel Wein.”

„Windstill muß Sankt Stephan (26. Dez.) sein,
soll der nächste Wein gedeih´n.”

„Wind vor Silvesters Nacht (31. Dez.),
hat nie Wein und Korn gebracht.”

Januar

„Ist der Januar hell und klar,
gibt’s viel Wein in diesem Jahr”

Ist Dreikönig (6. Jan.) hell und klar, gibt’s guten Wein im neuen Jahr.

„Ist der Januar sehr naß,
bleibt leer des Winzers Faß.”

„Bringt Martina (30. Januar) Sonnenschein,
hofft man auf viel Korn und Wein.”

Februar

„An Agathe (5. Februar) Sonnenschein,
bringt viel Korn und Wein.”

„Sankt Eulalia (12. Februar) Sonnenschein,
bringt viel Obst und guten Wein.”