| < zurück | |
| Pflanzenwelt | |
Trifolium pratense
Deutsche Namen auch Fleischklee, Honigblumen, Hummelklee, Rotklee
Ein auf Wiesen weithin verbreiteter Schmetterlingsblütler, der im Sommer und im Herbst zur Blüte kommt.
Der Wiesenklee, soll seine Bedeutung besonders bei den Kelten gehabt haben, mit der Überfahrt von Europäern gelangte seine Verwendung nach Übersee.
Als Heilkraut wird Wiesenklee der zur Bereitung von Tees genutzt, die der Reinigung des Blutes dienlich sein sollen. Dabei werden ein halbes Dutzend der im Sommer gesammelten süßen Blüten des Wiesenklees in einem guten Liter Wasser aufgebrüht. Nach 10 Minuten des Ziehens seiht man den Tee ab und trinkt fortan über ein- bis eineinhalb Monate hinweg täglich drei Tassen dieses Tees. Verwendung findet der Wiesenklee auch als Kräuterschnaps.
Wichtig ist dabei, daß im Sommer, zur Zeit der ersten Blüte, gesammelt wird. Wie der Wiesenklee im Herbst ein zweites Mal blüht, also eine zweite Gelegenheit zur Fortpflanzung erhält, so soll die erste Blüte dem Kranken eine Gelegenheit zu erneuerter Gesundheit geben.
Kräutermedizinisch wird der Wiesenklee auch gegen Entzündungen, Geschwüre und bei Drüsenverhärtung, sogar gegen Krebs geschätzt. Tatsächlich fanden auch moderne Studien in seine Blüten Stoffe, die das Wachstum von Tumoren mindern.
Das Kleeblatt ist ein Attribut des hl. Patrick.
Als glückverheißend gilt das recht seltene vierblättrige Kleeblatt.
Auf den britischen Inseln wachsender Wiesenklee, besonders der vierblättrige Glücksklee, soll sich zum Anlocken der Fairies eignen.
Ein Blitzamulett: Drei junge Kleeblätter, drei junge Erdbeerblätter, jedes an sich wieder dreiteilig und am Johannistag gepflückt, müssen in ein weißes viereckiges Taschentuch eingenäht werden. Das Täschchen muß mit einem Kreuzstich vernäht sein. (STOLL, Zauberglaube, n. STEGEMANN i. Handwörterbuch I,1419)