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 Wetter und Himmel
 
 

Polarlicht

In den Weltregionen rund um die Polarkreise sind in klaren Winternächten zuweilen zauberhafte Lichterscherscheinungen am Himmel zu beobachten. Mal rasen Strahlen gen Himmel empor, mal weiten sich leuchtende Bogen über dem Horizont oder gewaltige Vorhänge aus Licht wallen am Himmel. Das farbliche Spektrum ähnelt dabei dem Regenbogen, gelb, grün, rot, blau oder violett sind wahrnehmbar.
Treten diese Erscheinungen über der Nordhalbkugel auf, spricht man von einer Aurora borealis (Boreas ist der Nordwind bei den Griechen), ihr Pendant auf der Südhalbkugel nennt man Aurora australis.

Die Naturwissenschaft erklärt die Polarlichter durch elektrische Eruptionen der Sonne. Wenn diese Ladung als Sonnenwind die höchsten Schichten der Atmosphäre erreicht, stoßen die Teilchen in 100 bis 2000 Kilometer Höhe mit Luftatomen zusammen, der Aufprall ist als Leuchterscheinung sichtbar. Dabei kommt es neben dem Leuchten zu kurzen Störungen im Magnetfeld der Erde.

Bei den Völkern der Polarregionen wurde das Polarlicht vielfach als Vorbote schrecklicher Ereignisse gedeutet, Krieg, Epidemien oder Hungersnöte waren zu besorgen. In Nordsibirien und Nordamerika meinte man dann, die Götter kämpften mit Riesen und Geistern. Auf den Färöer-Inseln heißt es, ein tief am Himmel stehendes Polarlicht deute auf bevorstehendes schönes, ein hoch stehendes auf schlechtes Wetter. Flackert das Polarlicht gar, so sei Sturm zu befürchten.

Allerdings weist die moderne Meteorolgie daraufhin, daß die Polarlichter derart hoch in der Athmosphäre entstehen, daß sie nicht in das Wettergeschehen eingreifen können.