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| Religion und Kultus | |
Vielgötterei. Die Verehrung zahlreicher Gottheiten einer Götterwelt, die auch für allerlei andere Geistwesen, etwa Dämonen, Raum hat.
Die polytheistische Götterwelt ist dynamisch. Die Gottheiten stehen in familiären Verhältnis, vielfach kommen fremde Gottheiten benachbarter oder unterworfener Völker hinzu oder die Göttersippen verschmelzen weitgehend. Etliche Gottheiten sind außerordentlich fruchtbar und haben zahlreiche Kinder. Es sind dieses zu eigenständigen Gottheiten personifizierte Eigenschaften des Elters.
Neben den überwiegend dem Menschen wohlgesinnten Gottheiten kennt der Polytheismus dunkle oder schadbringende Mächte, die von Dämonen repräsentiert werden. Diese sind von der Poesie noch nicht weiter ausgeformte Naturkräfte oder herabgesunkene ältere Gottheiten.
Polytheistische Gottesvorstellungen finden sich etwa bei den alten Ägyptern, Kelten, Germanen, Griechen oder Römern und allgemein in den meisten Systemen heidnischer Götterverehrung.