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Kyphi

Eine berühmte Räuchermischung aus dem alten Ägypten, die nicht nur für den Eigenverbrauch bestimmt war, sondern in der gesamten antiken Welt des Mittelmeerraumes ein begehrtes Erzeugnis war.

Das qualitativ hochwertigste Kyphi bereitete man im Horus-Tempel zu Edfu, an einer Wand im Innenraum des Heiligtums ist in Hieroglyphen die Rezeptur festgehalten. Leider läßt sich nicht von allen Zutaten genau bestimmen, welcher Duftstoff damit gemeint ist. Allerdings dürfte auch solche Kenntnis nur zum Teil nützen, da zur Herstellung des Kyphi nicht nur die Mischung wesentlich war, sondern auch etliche Rituale und Gebete erforderlich waren.

Sicher zu bestimmende Ingredienzen des Kyphi, die auch andernorts immer wieder genannt wurden (zum Beispiel auf einem in der Cheops-Pyramide gefundenen Papyrus, bei Plutarch oder bei Dioskurides), sind Kalmus, Koriander, Mastix, Myrrhe, Rosinen, Sandelholz, Styrax, Wacholder, Weihrauch, Wein, Zimt und Zyperngras.

Dem Kyphi wird eine entspannende, friedvolle Wirkung nachgesagt.

Verschiedene Mischungen werden auch im modernen Handel als Kyphi angeboten.

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Ob von Kyphi der Ausdruck „Kiffen” (ugs. für Haschisch- bzw. Marihuanakonsum durch Rauchen) kommt?