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| Religion und Kultus | |
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Dieses ist eine altbekannte magische oder sakrale Handlung zur Übertragung einer numinosen Kraft auf Gegenstände oder Menschen. Menschen werden durch Salbung bei der Weihe in ein neues Amt gesetzt, zum Beispiel Könige oder Priester.
Jakob, nachdem er die Himmelsleiter gesehen hatte, legte zu Bethel sein Gelübde ab. Dazu richtete er einen Stein auf und begoß ihn mit Öl (1. Mose 18).
Eine bekannte Salbung ist die des Jesus in Bethanien. Jesu Jünger kritisierten den Gebrauch eines ganzen Pfundes dieser kostbaren Substanz als Verschwendung, Judas wandte ein, für das Geld — etwa 300 Silbergroschen — hätte eine Menge Brot für die Armen gekauft werden können. Jesus aber weist darauf hin, das Fest seiner Anwesenheit solle ruhig gebührend gefeiert werden (Johannes 12,3-8).
Ihn selbst salbten die trauernden Frauen, ehe Jesu Leichnam in das Grab gelegt wurde, über dem heute die Grabeskirche steht.
In der katholischen Kirche ist die Salbung bei Taufe und Firmung üblich, auch bei Krankheit als Krankensalbung sowie zur Weihe und zur Krönung.