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 Allmende
 
 

Schatz und Schatzsuche

-- in Vorbereitung --

Ein traditionelles Werkzeug zur Auffindung von Schätzen, auch von Bodenschätzen wie Metallvorkommen oder Wasseradern, ist die Wünschelrute.

Magische Puppen sollen sich auch dazu eignen, verborgene Schätze ausfindig zu machen, sofern es gelingt, sie zum Sprechen zu bringen (HABIGER-TUCZAY, 247).

In der „Chemnitzer Rockenphilosophie” heißt es: „wer einen schatz heben will, soll dabei nicht reden.” (GRIMM, A. 214). Etliche Sagen erzählen von einer wegen eines Verstoßes gegen das Schweigegebot mißlungenen Schatzsuche.
Im Silberberg bei Wollin soll ein Schatz vergraben sein. Den könne nur heben, wer zu Mitternacht ein schwarzes Huhn, einen schwarzen Bock und eine schwarze Katze opfert, ohne dabei ein Wort zu sprechen. Weil bislang noch jeder das Schweigen gebrochen habe, sei der Schatz noch immer dort. (KUHN u. SCHWARTZ, A. 11) Ähnliches erzählt man auch von einem Hexenschatz in Raa-Besenbek in Holstein, den Burschen schon fast geborgen hatte, als einer von ihnen ein das Schweigen brach und der Schatz versank.

Häufig geschieht die Schatzsuche an unheimlichen Orten, etwa in Gräbern. Der Schatzgräber soll darum Brot mit sich tragen, damit die Geister ihn nicht verstören können. (GRIMM, A. 218)

In Pforzheim riet man dem erfolgreichen Schatzsucher: „wer einen schatz findet decke kein kleidungsstück darauf, das am bloßen leib getragen wird, sonst ist er des todes, sondern ein schnupftuch, eine brotrinde.” Man sagte hier auch, ein Schatz trete alle sieben Jahre hervor. (GRIMM, A. 612)

Früher war der 8. April Tag des hl. Liborius. Dieser Tag galt im Volksglauben als besonders für die Schatzsuche geeignet.