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-- Artikel in sammelndem Wachstum --
Der Schwangeren und ihrem Ungeborenen soll der als Talisman getragene Adlerstein Glück bringen. (BIEDERMANN, 1998, 25)
Wenn eine schwangere Frau wissen will, ob sie einen Knaben oder ein Mädchen unter dem Herzen trage, so soll sie in einen Zuber voll Wasser einen Tropfen Milch geben. Bleibt die Milch oben, so gibt es ein Mädchen, fällt sier aber auf den Boden, so bekommt die Mutter einen Knaben. Der Magisch-sympathetische Hausschatz, gedruckt im Sechsten und siebenten Buch Mosis (BAUER, 1996, 132f.), dem diese Regel entnommen ist, meint: Alle Warnungen, die an Schwangere gerichtet werden, haben ihre tiefe Berechtigung, denn es besteht keinerlei Zweifel mehr an der Tatsächlichkeit des sogen. ,Versehens’ der Frauen. Schwangere Frauen sind in der Tat sehr leicht seelischen Beeindrucken unterworfen, die sich oft verhängnisvoll auf das Kind auswirken (ebd., 133).
Als weitere Beispiele mahnt das Buch Schwangere, nicht unter einer Wäscheleine hindurchzugehen, da sich sonst das Kind in der Nabelschnur verwickle, auch soll die Schwangere keine Pferde oder Ochsen aus ihrer Schürze füttern, da sonst eine Schwangerschaft von zwölf Monaten zu befürchten sei (ebd.).
Christliche Schutzpatrone der Schwangeren sind Agapitus von Praeneste, Emerentia, Desiderius von Langres, Gerhard Majella, Gislenus, Hartmann von Brixen, Ida von Herzfeld, Ignatius von Laconi, Ignatius von Loyola, Kunigunde von Luxemburg, Madelberta, Raimundus Nonnatus, Rainer von San Sepolcro, Sixtus II. und Vitalis von Salzburg.