| Speisen - Fleisch | ||
Als Schinken bezeichnet man ein Teilstück des Schweinefleisches, welches vornehmlich zur Herstellung von Räucher- und Pökelwaren verwendet wird.
Scherzhaft bezeichnet man auch das Sitzfleisch des Menschen als Schinken, außerdem das handelsübliche Großgebinde von Silvesterkrachern (China-Böller).
Von einem verzauberten Schinken weiß eine deutsche Sage aus Friesoythe, einer Stadt an der Soeste, südöstlich von Oldenburg, zu berichten.
Dort zeigte man ehedem in einem Hause nahe jenem Tor, welches nach Harkebrücke hinausgeht, einen alten Schinken, welcher seit den Zeiten der Pest dort unverändert gehangen habe. Die Pest sei seinerzeit in diesen Pestschinken heineingefahren oder, nach anderen, in ihn hineingetragen worden. In den Dörfern um Friesoyte, bspw. in Edewecht oder Westerscheeps meinte man, der Schinken dort sei verwünscht und man könne ihn nicht fortbringen. So oft man es versuchte, sei er gleich wieder da gewesen. Dort hieß es auch, jener Schinken sei ewig, denn was man auch von ihm abschneide, wachse gleich wieder nach. (mündl. Überlieferung, n. KUHN u. SCHWARTZ, S. 316)
Laut Stadtinfo Friesoythe war jene Pest anno 1350, der Pestschinken wird heute in der Marienschule aufbewahrt ( (www.friesoythe.de/geschich.htm).
