| Steinsetzungen | ||
Einst wurde die Erdenscheibe von erschröcklichen Riesen behaust, welche ihre Toten unter gewaltigen Steinen zu bestatten pflegten.
So jedenfalls heißt es in mancher Sage, welche die enormen Anstrengungen, die das Aufeinanderschichten der gewaltigen Brocken bedeutet haben muß, zu erklären sucht: so etwas könne nur von urkräftigen Riesen, eben den Hünen, stammen.
Saxo Grammaticus, ein Geschichtsschreiber des Mittelaters bemerkte: Daß Dänemark einstmals von Riesen bewohnt und bebaut worden ist, bezeugen gewaltige Felsen, die sich an Grabstätten und Höhlen der Vorfahren befinden. (Gesta danorum, 41)
Die moderne Ur- und Frühgeschichtsforschung schreibt diese Steinsetzungen jedoch den als Trichterbecherkultur bezeichneten Menschen der Steinzeit zu, welche die Hühnen-, Megalith- oder Großsteingräber genannten Anlagen zwischen 4.300 und 2.300 v. Z. errichtet haben sollen.
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Auch die Menschen der älteren Bronzezeit errichteten noch Grabhügel. Funde ergaben, daß diese Menschen Baumsärge verwendeten, die in Rollsteinpackungen oder Steinkisten gebettet wurden. Einen gut erhaltenen Vertreter dieses Typs barg man im Rugenbarg, Gemeinde Vaale/Kr. Steinburg. Von der zwischen 1450 und 1250 v. Z. entstandenenen Anlage waren neben einigen Grabbeigaben sogar Reste des Baumsarges erhalten.
In noch jüngerer Zeit wurden häufig noch Urnen den Grabanlagen hinzugefügt.
Von manchen dieser Grabhügel ist heute kaum mehr etwas erkennbar (Grabhügel in Kölln-Reisiek).
Weitere, ganz am Anfang befindliche Sammlung: Hünenstein bei Morgenitz auf Usedom, Hünenkammern bei Murow b. Angermünde u. Welsow in der Uckermark