| Hünengräber / Schalensteine | ||
1874 wurde in einem Grabhügel bei Bunsoh im schleswig-holsteinischen Dithmarschen (Norddeutschland) ein vorgeschichtliches Großsteingrab freigelegt, das man 1908 näher untersuchte. Man datierte die Entdeckung in die Jungsteinzeit (etwa 3.500 v. u. Z.) und ordnete sie in die Gruppe der Ganggräber ein.
![]() Großsteingrab von Bunsoh / Dithmarschen. Blick von Nordwesten. |
Auf acht vertikal in den Boden gesenkten Trägersteinen ruhen drei gewaltige Decksteine. Ursprünglich war der Boden der Kammer mit kopfgroßen Brocken gepflastert, die seitlichen Zwischenräume waren mit flachen Steinplatten verschlossen. Die Kammer selbst, zu der im Süden der Gang heranführte, war durch Steine in vier Bereiche unterteilt, als vermutliche Grabbeigaben fanden sich Keramiken und Geräte aus Flintstein.
![]() Blick aus südwestlicher Richtung. | ![]() Blick aus östlicher Richtung. |
![]() Blick in die Kammer. |
Interessant ist der westliche Deckstein. Bei ihm handelt es sich um einen reich bearbeiteten Schalenstein, der außer zahlreichen Schalen, eine davon ist mit einer kreisförmigen Rinne umrundet, zwei Paare Hände, einen Fuß und ein Radkreuz aufweist, daneben einige flache Rillen.
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![]() | Muster am Schalenstein: einzelne Schale (o. l.), Radkreuz (o. r.) und paarweise Handformen (u. l.) am Schalenstein von Bunsoh. Aufn. A. ZOMPRO, Juli 2004 |
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Um diesen Kammerbau herum liegen einige weitere Steine, einer davon weist deutliche Rinnen auf.
Bei der Ausgrabung wurde unmittelbar über der Kammer ein Grab aus der älteren Bronzezeit (etwa ab 1.700 v.) gefunden. Dieses enthielt in einer Rollsteinpackung die Reste eines hölzernen Sarges.
Quelle: lokale touristische Informationen.
Aufnahmen: A. Zompro, Juli 2004.