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   Stätten - Megalithen
 

Schalen- und Zeichensteine

Schalensteine sind große Felsbrocken oder anstehende Felswände, in die in vorgeschichtlicher Zeit (Steinzeit) runde Vertiefungen von etwa fünf bis zwanzig Zentimetern Durchmesser eingearbeitet wurden. Diese können verstreut oder nach Muster angelegt sein, von einer kreisförmigen Rinne umgeben oder durch Rinnen miteinander verbunden sein.

Der Schalenstein von Bunsoh / Dithmarschen.
Einzelne Schale am Schalenstein von Bunsoh / Dithmarschen.
Paarweise Handformen am Schalenstein von Bunsoh / Dithmarschen.
Radkreuz am Schalenstein von Bunsoh / Dithmarschen.
Von oben nach unten: Der Schalenstein als Deckplatte, einzelne Schale, paarweise Handformen und Radkreuz am Schalenstein von Bunsoh / Dithmarschen. Aufn. A. ZOMPRO, Juli 2004

 
Außer diesen runden Vertiefungen finden sich auf Schalensteinen vielfach noch weitere Muster, beispielsweise Rinnen, Hände, Füße, Kreuzformen, Labyrinthe und allerlei abstrakte Muster. Steine, die solche Verzierungen aufweisen, werden Zeichensteine genannt.

Zu welchem Zweck die Schalen und sonstigen Muster gearbeitet worden, ist unklar. Vermutet werden kultische Handlungen, etwa das Einbringen von Opfergaben oder Lichtern oder auch die Verwendung als urzeitlicher Kalender.

Ein im norddeutschen Schleswig-Holstein gefundener Schalenstein befindet sich als Deckstein in einem bei Bunsoh/Dithmarschen freigelegten Großsteingrab. In ihn sind zahlreiche Schalen eingearbeitet, paarweise Handformen, ein Fuß, Rillen sowie ein vierspeichiges Rad.