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-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Dichter und Priester haben von je die Berge geliebt, deren Gipfel sich gen Himmel recken, und deren Höhlen sich in ewiger Erdennacht verlieren. Auf den Bergen ist man der Gottheit am nächsten. Dort oben dichtet und betet es sich von selbst. (RAHN, S. 64f.)
Der Berg ist der heiligste aller irdischen Symbole, unbeugsam, rauh und unerschütterlich in seinem Streben nach dem Höchsten, aufgeworfen durch die Titanische Energie des verborgenen Feuers.. (CROWLEY, Buch Thot, 180
Berge sind bevorzugte Kultplätze, sie gelten als Punkte, wo sich Himmel und Erde treffen und sind vielfach als Sitz der Götter gedacht.
Hexen sollen sich auf dem Brocken, dem höchsten Berg des Harzgebirges, zum Sabbat treffen, auf Bergen fanden die nächtlichen Kulte des Dionysos (Bacchus) statt.
Nach nordischer Vorstellung entstanden die Gebirge aus den Gebeinen des von den Asen erschlagenen Urriesen Ymir (Edda, Grimnirlied 40).
Der Olymp gilt als Wohnsitz der Olympier, dem herrschenden Göttergeschlecht des klassischen Griechenland.
Zeus selbst soll auf einem Berg geboren sein (der Ida auf Kreta, noch andere werden genannt) und verlebte seine frühe Kindheit dort in einer Höhle, in der Bienen ihn mit Honig ernährten.
Um diesen Olymp zu stürmen türmten die Giganten mehrere Berge übereinander und bildeten so eine Art Himmelsleiter.
Der Berg Kerykios in Böotien wird als ein Geburtsort des griechischen Gottes Hermes genannt, nach andere war es der Kyllene in Arkadien.
Auf dem Berg Kyllene fand Hermes eine Schildkröte, über deren Panzer er die Sehnen geschlachteter Rinder spannte und so die Leier erfand.
Der Berg Athos ist Kern der gleichnamigen Mönchsrepublik.
Nymphen der Berge sind die Oreades.
An einem Berg soll das Schiff (Arche) gelandet sein, in der verschiedene Fluthelden einer Sintflut entrannen (Ziusudra; Utnapischtim (am Nisir), Noah (am Ararat?).
Auf der Spitze des heiligen Berges Hara-Berezaiti erhiel Zoroaster von Ahura-Mazda höhere Einsichten von Gut und Böse.
Auf dem Berg Sinai erhielt Mose von seinem Herrn die Gesetze.
Auf dem Berg Tabor soll sich die Verklärung Christi abgespielt haben (Matthäus 17,1-13, Markus 9,2-13, Lukas 9,28-36)
Jesus wurde auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt.
Mancher Heiliger zog sich auf einen Berg in die Einsiedelei zurück (Galgano u. v. a.).
In Bergen sollen Göttinnen wohnen, z.B. Frau Venus im Hörselberg, die Tannhäuser besuchte.
Berichtet wird auch von der schwarzen Frau, die auf einem Berg in einer Höhle Schätze hütet.
Einmal fand ein Mann auf dem Berge Golm bei Swinemünde eine Höhle vor. In dieser erblickte er Gold und Silber in Hülle und Fülle, womit er seine Taschen vollstopfte. Als ihm aber die schwarze Frau bedeutete, er solle näher kommen, da packte ihn das Grauen und er floh eiligst aus der Grotte, die sich hinter ihm krachend schloß. Noch lange danach soll aus dem Innern ein Gejammer zu hören gewesen sein. (mündl. aus Swinemünde, n. KUHN u. SCHWARZ, Sa. 30)
Im Kyffhäusergebirge soll Kaiser Friedrich (Barbarossa bzw. Rotbart) sitzen, auch von Kaiser Otto wird dieses erzählt.
Auch die Feen Irlands sollen in Hügeln wohnen. Die älteren irischen Götter zogen sich in diese Hügel zurück, nachdem die Tuatha Dê Danann die Herrschaft über Irland angetreten hatten.
Auf Bergen wurden mitunter Kinder ausgesetzt, z. B. Kybele auf dem Kybelos, Ödipus auf dem Kithairon.
Der Vulkankegel gilt als Urbild der Stufenpyramide. Einst soll ein gewaltiger Volkan die Insel Atlantis überragt haben. Nach seinem Vorbild habe man künstliche Hügel zu Pyramiden aufgehäuft, auf deren Spitze Brandopfer dargeboten wurden (Alles über Atlantis 1978, bes. 139f.).
Als höchster Berg des Sonnensystems gilt der Vulkan Olympus Mons, der sich über die Tharsis- und die Elysium-Region der Marsoberfläche erhebt umd mit 24 Kilometern Höhe der Gewaltigste einer Reihe von Schildvulkanen ist. Der Olympus Mons liegt in der Region Tharsis und neueste Ergebnisse der Mars-Erkundung halten es für möglich, daß dieser Vulkan noch immer aktiv ist.
Siehe auch Höhlen.
Nach Nietzsche versetzt der Glaube zwar keine Berge, wohl aber welche dort hin, wo es keine gibt.
Christlicher Schutzpatron der Bergsteiger ist der hl. Bernhard von Aosta.