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Höhlen und Grotten

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Höhlen lassen sich ebensogut als Gebärmutter interpretieren wie als Grabstätte.

Den laut Volksglauben von albischen Wesen bevölkerten Höhlen werden allerlei übersinnliche Phänomene beigemessen. Ein Besuch einer Höhle soll kinderlosen Paaren helfen, stillenden Frauen, denen es an Milch fehlt, wird hie und da empfohlen, in einer Höhle am Tropfstein zu saugen (WEHR, 124).

Grottenheiligtümer

Der griechische Pan erhielt in Athen ein Höhlenheiligtum, nachdem er den Athenern im Krieg beigestanden hatte.
Ein weiterer unterirdischer Kultplatz des Pan befand sich in Paneas am Nahr Banijas, einem der Quellflüsse des Jordan.

Den aus dem Orient stammenden Gott Mithras verehrten seine Anhänger in unterirdischen Mithräen.

 

Der Gott Zeus soll auf einem Berg geboren sein (der Ida auf Kreta, noch andere werden genannt) und verlebte seine frühe Kindheit dort in einer Höhle, in der Bienen ihn mit Honig ernährten.

In eine Höhle entwich Hera vor dem ihr nachstellenden Zeus. In jener Höhle wohnte ein Achilles, der ihr riet, dem Werben des Zeus nachzugeben.

Der griechisch-römische Gott Dionysos verbrachte seine frühe Jugend in einer Höhle. Nach einem der teilweise voneinander abweichenden Berichte war Persephone in Sizilien in einer Höhle versteckt, ein Drache bewachte sie. Zeus nahm aber die Gestalt dieses Drachen an, Persephone wurde mit dem Zagreus, ein anderer Name des Dionysos, schwanger.

Die Felsgrotte Plutonion bei Eleusis soll ein Einstieg in die Unterwelt sein.

In einer Höhle soll der Riese Antaios gewohnt haben, der durch Berührung der Erde seine Kraft gewann.

Auch Hypnos, der griechische Gott des Schlafes, den die Römer Somnus nannten, wohnte in einer Höhle, deren Umgebung bereits einschläfernd wirkte (OVID, Metamorphosen XI, 592ff.).

Christlicher Schutzpatron der Höhlenforscher (Späologen) ist der Heilige Benedikt von Nursia.

 

In Höhlen schickt(e) man gern Tiere voraus, um etwaige Gefahren zu erkennen. Dabei kommt es gelegentlich zu Überraschungen:
„Manche Höhlen haben ... die Eigentümlichkeit, daß hineingeschickte weiße Enten schwarz wieder herauskommen, schwarze dagegen weiß.” (HÜNNERKOPF i. Handwörterbuch, 176)

Eine Höhle des Erzengels Michael wird im italienischen Gargano gezeigt.