Monopteros
(griech. einflügelig) Ein meist recht kleiner Rundtempel, dessen Dach ausschließlich von einem Kranz Säulen getragen werden. Ein solcher Bau hat, da rundsymmetrisch, keine Ausrichtung, eine abgeschlossene Altarkammer (cella) fehlt in der Regel. Darin unterscheidet sich der Monopteros vom Tholos, ebenfalls ein griechischer Rundtempel, aber mit Altarraum (Beispiele eines Tholos finden sich in Delphi oder in Epidauros).
Einen Monopteros errichtete man beispielsweise zum Schutz eines darin aufgestellten Götterstandbilds.
 Grundriß eines Monopteros mit acht Säulen. Graphik ZOMPRO |
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Zur Zeit von Barock und Klassizismus wurde der Monopteros als Gartentempel auch außerhalb Griechenlands beliebter Zierbau parkähnlicher Anlagen.
Im südwestlichen Teil des Bayreuther Hofgartens erbaute Carl Christian Riedel 1793/94 einen Monopteros mit 8 Säulen und einer verputzten hölzernen Kuppel. Dieses Gebäude entstand zu Ehren der preußische Königin Luise.
Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Monopteros im Englischen Garten zu München, der nach Entwürfen von Leo von Klenze 1836(2?)-37 auf einem künstlichen, etwa 15 m hohen Hügel errichtet wurde.
Im Schlosspark Wrisbergholzen in Niedersachsen (bei Alfeld) steht ebenfalls ein solches, hier wohl wegen seiner Nutzung Tee-Tempel genanntes Bauwerk, errichtet um 1800.