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| Edelsteine | |
(von gr. chrysos, Gold und prason, Lauch) Eine Varität des Chalcedon, Härte 6 bis 7, die aufgrund der Beimengung von Nickel eine apfelgrüne bis smaragdgrüne Färbung hat, dabei durchscheinend bis opak ist. Die schöne Färbung verblaßt leider durch Wärme und Sonnenstrahlen, weshalb der Chyrsopras im Dunkeln aufbewahrt werden muß (DUDA, REJL, SLIVKA, 364).
Ein bedeutender Fundort war Frankenstein in Schlesien, weshalb der sonst sparsame Preußenkönig Friedrich der Große sein Schloß Sanssouci reichlich mit Chrysopras ausschmücken lassen konnte (Edelsteine in der Medizin, 43).
Im Neuen Testament heißt es, der zehnte Grundstein des neuen Jerusalem sei ein Chrysopras (Offenbarung 21.19f.), was wohl auf die zwölf Stämme Bezug nimmt, deren Namen auf den zwölf Stadttoren stehen (21.12).
Auf die wohltuende Wirkung des Chrysopras für das Gemüt weisen auch moderne Autoren hin. Er soll Minderwertigkeitskomplexe ebenso lindern wie übertriebenes Überlegenheitsgefühl, zudem leichter Hysterie abhelfen (CHOCRON, 88).
Weitere Anwendungen nach verschiedenen Autoren sind die Stärkung des Herzens und die Vertreibung des blöden Gesichts (LONICERUS), weiter mache er das Gesicht klar, vertreibe den Geiz und gebe Ausdauer zum Guten (ARNALDUS SAXO) und schließlich ermögliche der Chrysopras dem Räuber die Flucht, wenn dem der Henker droht (VOLMER, alles nach Edelsteine in der Medizin).
Planetarische Entsprechung des Chrysopras ist laut G. BRAUNGER Neptun, beeinflußt von Venus oder Mond (in: CHOCRON, 134).
Der Chrysopras wird magischer Stein für die Monate Februar, Mai und Dezember genannt (MALA, 88, 89 u.90).