Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Edelsteine
 
 

Karneol

(Carneol, von lat. corneus, „hornartig”) Ein Chalcedon, Härte 6 bis 7. Gefärbt ist er gelbrot bis rot, eine Textur ist nicht ausgeprägt (DUDA, REJL, SLIVKA, 362).

Mit seiner roten Farbe rückt er medizinisch in die Nähe von Blut und Geburt. So gilt er auch als blutstillendes Mittel und soll vor Fehlgeburt bewahren. Pulverisiert gewinnt man aus ihm eine Tinktur gegen Eiter und Geschwür in der Mundhöhle.

Er ist den im Tierkreiszeichen Stier Geborenen zugeordnet (Edelsteine in der Medizin II, 19).
Planetarische Entsprechung des Karneol ist laut G. BRAUNGER Isis (Transpluto) mit Einfluß des Pluto (in: CHOCRON, 134).

MALA nennt den Karneol als magischen Stein für die Monate April, July und September (Weiße Magie, 88 u. 89).

Aus rotem Karneol war das Standbild des vorislamischen Gottes Hubal in der Kaaba zu Mekka gefertigt (BELLINGER, 198).

Der Karneol ist mit dem Sarder nahezu identisch, teilweise gehen beide Edelsteine ineinander über und werden auch für einerlei angesehen.