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 Edelsteine
 
 

Mahagoni-Obsidian.
Mahagoni-Obsidian.

 
Obsidian

Ein dunkles, wie Glas glänzendes Gestein, das entsteht, wenn kieselsäurereiches Magma aus dem Erdinnern hervorbricht und wegen sehr rascher Erstarrung keine Kristalle mehr ausbildet. Die Farbe ist meist schwarz oder dunkelbraun, es gibt ihn aber auch in den meisten anderen Farben, allerdings nur selten in Blau.

Wegen seines muscheligen, scharfen Bruchs eignet sich der Obsidian zur Herstellung von Stich- und Schneidwerkzeugen und war entsprechend in der Jungsteinzeit und bei den Azteken hierfür in Gebrauch. In Ägypten fertigte man aus Obsidian auch Bildnisplastiken.

Schneeflocken-Obsidian.
Schneeflocken-Obsidian.

 
Der griechische Bildhauer Phidias soll um 460 v. die berühmte Zeus-Statue von Olympia mit Werkzeug aus Obsidian geschnitten haben (Edelsteine in der Medizin II, 17).
Überhaupt wurden Klingen aus Obsidian gern zu rituellen Zwecken verwendet, etwa zur Beschneidung oder beim Opfer, auch in der Chirurgie des Altertums dürften Klingen aus Obsidian ihre Bedeutung gehabt haben (ebd., 14).

Diese Nähe zum Heiligen und Magischen begründet (als „Materialheiligkeit”) die spätere Wertschätzung des Steins als Amulett oder Heilstein (ebd.).

Als Apachentränen-Obsidian bezeichnet man kleinere, auf natürliche Weise (z. B. Brandung) oder künstlich (Trommelsteine) rundgeschliffene und polierte Stücke.