Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Edelsteine
 
 

Türkis

(auch Kallait) Der Name bezieht sich auf die Türkei, über die der erste Türkise nach Europa gelangt sein soll.

Die Härte des undurchsichtigen, hellblauen bis apfelgrünen Edelsteins ist 5 bis 6. Ein Fundort des seltenen Minerals in Deutschland ist Oelsnitz (DUDA, REJL, SLIVKA, 302).

Die Bibel nennt den Türkis als einen der zwölf Edelsteine auf dem Amtsschild des Priesters (2. Mose 28,20).

Einem in seinem Ursprung unklaren Aberglauben zufolge schützt der Türkis vor Sturz. Es heißt, wer den Edelstein bei sich trage, der könne unbesorgt vom Turm springen, denn er segele sanft zu Boden. Reiter, denen oft die Gefahr eines Sturzes droht, tragen darum gern Amulette mit einem Türkis bei sich und St. Georg, der Schutzheilige der Ritter, wurde in alten Darstellungen selten ohne einen Türkis abgebildet. (Edelsteine in der Medizin, 34)
Insbesondere die Herrscher soll er vor bösem Einfluß schützen (BIEDERMANN, 451).

Der Türkis soll gegen die Pocken helfen.

Wie auch der Lapislazuli ist der Türkis planetarisch dem Saturn zugeordnet (BIEDERMANN, 386), den grünen Türkis auch dem Jupiter, den blauen Türkis der Venus (BIEDERMANN, 451).

Der Türkis gilt als besonderer Beschützerstein der im Zeichen Schütze Geborenen (MESENZEW, 233).

Als Monatsstein des Dezember soll der Türkis besonders in diesem letzten Monat des Jahres seine magische Kräfte entfalten (BAUER, 198).

Planetarische Entsprechung des Türkis ist laut G. BRAUNGER die Venus, beeinflußt von Neptun oder Mond (in: CHOCRON, 134).