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Wolfsangel

Die Wolfsangel ist ein bis in frühgermanische Zeit zurückzuverfolgendes Runenzeichen. Seine Form geht auf ein Jagdgerät zurück, mit dem man Wölfen nachstellt haben soll.

Eihwaz
Eihwaz
 
 
Die obere Zacke schlug man in einen Baum, auf die untere steckte man — wie beim Angelhaken — einen Köder. Schnappte ein Wolf nach dem Köder, so trieb er sich den Spieß in den Rachen und blieb hängen. Es wird allerdings auch angezweifelt, ob ein derartiges Gerät je benutzt wurde bzw. ob solcher Haken „fängig” gewesen sein könnte.
Als Rune wird der Wolfsangel unheilabwehrende Kraft zugebilligt, vermutlich, weil der Wolf dem Menschen als Feind gilt.

Wappen von Rüsselsheim
Wolfsangel und zwei Sterne im Stadtwappen von Rüsselsheim
 
 

Wappen von Mannheim
Löwe und Wolfsangel im Stadtwappen von Mannheim
 
 
Spätestens seit dem 14. Jahrhundert benutzte man die Wolfsangel als Grenzmarkierungszeichen. Das als „Todesrune” bezeichnete Zeichen steht auch für Unabhängigkeit und Freiheit (Quelle: Lesermitteilung).

Wappen von Bornheim
Wappen von Bornheim
 
 
Die Wolfsangel findet sich im Stadtwappen von Rüsselsheim ebenso wie im Wappen von Mannheim und Halberstadt. Auch das Wappen von Bornheim, ein 1877 eingemeindeter Stadtteil Frankfurts, zeigt die Wolfsangel, hier mit Querbalken.

Die 1982 als verfassungsfeindlich verbotene Jugendorganisation „Junge Front” verwendete ebenfalls die Wolfsangel als Erkennungszeichen. Sie findet sich daher (wie auch Hakenkreuz, Sig-Rune) auf der Liste verbotener Zeichen wieder, welche in der Bundesrepublik nicht öffentlich gezeigt werden dürfen, jedenfalls nicht in politischen (rechtsextremen) Zusammenhang.