| Physikalische Phänomene | ||
Ein wissenschaftlich noch ungeklärtes Phänomen deren Erforschung als Radiästhesie bezeichnet wird. Erdstrahlen sollen besonders durch unterirdisch verlaufende Wasseradern hervorgerufen werden und Einfluß auf das Leben über ihnen zeitigen. Diese Einflüsse können ebenso schadbringend wie nützlich sein, abhängig von der Drehrichtung der Strahlung. Verläuft diese linksherum, so sollen sie schaden, verläuft sie rechtsherum, sollen sie nützen (vgl. GRÜN, 16).
Bereits vorzeiten sollen die Menschen von diesen Ausströmungen der Erde gewußt haben und für ihre Kultplätze bevorzugt derart exponierte Plätze gewählt haben. Es heißt, besonders empfindsame Menschen könnten die Erdstrahlen ohne weitere Hilfsmittel aufspüren, andere benutzen Werkzeuge wie Wünschelrute oder Pendel. Auch Tiere sollen empfindsam für Erdstrahlen sein und ihretwegen bestimmte Orte aufsuchen oder meiden.
Ameisen sollen besonders gern Plätze bewohnen, an denen durch Wasseradern Erdstrahlen hervorgerufen werden (GRÜN, 163). Ameisenhaufen sind stets an stark bestrahlten Plätzen angelegt. Auch die sogenannten Ameisenstraßen verlaufen meist über unterirdischen Wasseradern. (PASKA, E. A. M., 1947, n. SCHRÖDTER, 47) Auch die ebenfalls staatenbildenden Termiten und Bienen sollen ihre Bauten besonders gern über Reizstreifen. (SCHRÖDTER, 46)
Davon könnten andere Beobachtungen abzuleiten sein:
In Erythräa, Somaliland und Nordnigerien glaubt man, daß man auf einem von schwarzen Ameisen bewohnten Bodenstück stehen muß, wenn man sich in eine Hyäne verwandeln will. (n. ebd., 46)
Bei Bäumen soll an solchen Stellen häufig Baumkrebs auftreten. (ebd., 45)
Abgesehen davon, daß die Existenz der Erdstrahlen auch rundweg bestritten wird, blieb die Natur dieses Phänomen bislang ungeklärt. Allgemein anerkannte Meßgeräte üblicher technischer Art gibt es jedenfalls nicht. Dagegen konnten Radiästheten schon häufiger erfolgreich Wasseradern mit Hilfe der Rutengängerei oder des Pendelns aufspüren.
Farnkraut wirkt [...] bodenstrahlenhemmend, schaltet also die wachstumsstörende Bodenstrahlung möglichst aus. (BUSSE n. SCHRÖDTER, 160)